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GS III Sp 68

Die Bauform GS III Sp 68 (Gleisbildstellwerk Bauform 3 Spurplan, Beginn der Entwicklung 1968) wurde entwickelt, um die Forderung nach Spurplanstellwerken für große Bahnhöfe zu erfüllen. Dazu war es erforderlich geworden, die Relaisgröße zu verändern, um die Relaisräume in eine annehmbare Größe zu bringen.

Es wurde in Anwendung des bereits bei der Bauform GS II Sp 64b bewährten Schaltungsprinzips ein neues Stellwerk geschaffen, das den betrieblichen Anforderungen auch bei komplizierten Gleisplangestaltungen gerecht wird. Vorteil bei diesem Stellwerk ist es, dass es auf Bahnhöfen mit Stellwerken älterer Technik zusammenwirken kann, wofür entsprechende Bahnhofsblockschaltungen entwickelt wurden. Ebenfalls können mehrere Bedienbezirke eingerichtet werden, die auch funktionell voneinander abgegrenzt sind. Die Schaltungen wurden weiter verbessert und so entstand ein Stellwerk mit hohem Bedienkomfort.
Die Bauform GS III Sp 68 beherrscht zusätzlich zu jenen Möglichkeiten, die die Bauform II bietet:

  • für jedes Signal kann der Signalselbststellbetrieb eingerichtet werden,
  • Rangierfahrstraßen sind grundsätzlich vorhanden,
  • die Teilung in mehrere Bedienbezirke im selben Stellwerk,
  • die Herstellung sicherungstechnischer Abhängigkeiten zu anderen oder gleichartigen Stellwerken im Bahnhof,
  • die Einrichtung von Nahbedienungsbezirken mit wesentlich verbesserten technologischen Einsatzbedingungen,
  • die Fernbedienung der Mittelweichen in Zugfahrstraßen,
  • das Rangieren mit Rangierwendefahrten sowie die Auflösung „angefahrener“ Rangierfahrstraße als Regelbedienungshandlung

Im Zuge der Weiterentwicklung der Schaltungen wurde das GS III Sp 68 ab 1974 GS 8030 genannt.

Im EBF Gotha ist der Bahnhof Neben als GS III Sp 68 ausgeführt. Zusätzlich ist es möglich, den Bahnhof Mühlbach von Neben aus fernzusteuern.

 
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